Rhombusleisten kosten je nach Holzart etwa 25 bis 90 Euro pro Quadratmeter. Lärchenleisten liegen im Mittelfeld, WPC und Thermoesche am oberen Ende.
Rhombusleisten sind schmale, dreieckige Holzprofile, die mit der Spitze nach außen auf eine Unterkonstruktion geschraubt werden. Durch die schräge Form entsteht eine offene, aber blickdichte Fläche.
Sie schützen Fassaden, verkleiden Carports und dienen als Sichtschutz an Wand oder Terrasse. Dieser Ratgeber zeigt die realen Kosten pro Quadratmeter, die Holzarten im Vergleich und wie Sie die Leisten unsichtbar oder sichtbar montieren.

Welches Holz eignet sich für Rhombusleisten?
Die Holzart entscheidet über Preis und Lebensdauer. Nadelhölzer aus dem eigenen Land sind günstig, aber nur begrenzt witterungsfest.
Lärche ist der Klassiker für Fassaden. Sie ist harzreich, dauerhaft und vergraut mit der Zeit zu einem silbrigen Ton, ohne zu verfaulen.
Douglasie ähnelt der Lärche, ist etwas günstiger und ebenfalls witterungsbeständig. Beide Hölzer eignen sich für sichtbare Fassaden ohne chemischen Schutz.
| Holzart | Dauerhaftigkeit | Preis pro m² | Optik |
|---|---|---|---|
| Fichte/Tanne | gering | 20-35 € | hell, gelblich |
| Lärche | hoch | 35-60 € | warm, vergraut |
| Douglasie | hoch | 30-55 € | rötlich-braun |
| Thermoesche | sehr hoch | 55-90 € | dunkel, edel |
| WPC | sehr hoch | 45-85 € | gleichmäßig, künstlich |
Thermoholz wird unter Hitze behandelt. Dabei verändert sich die Zellstruktur, das Holz nimmt kaum Wasser auf und bleibt formstabil.
WPC ist ein Verbund aus Holzfasern und Kunststoff. Es braucht keine Pflege, wirkt aber weniger natürlich als Echtholz.
Wie sind Rhombusleisten aufgebaut?
Der Querschnitt ist ein Dreieck oder ein liegender Rhombus. Die sichtbare Außenkante ist breiter als die Auflagefläche an der Wand.
Typische Maße sind 40 bis 60 Millimeter Breite und 40 bis 60 Millimeter Tiefe. Die genaue Profilgeometrie gibt vor, wie eng die Leisten später liegen.
Die Leisten werden mit Nut und Feder oder als einfache Profilleisten geliefert. Nut-und-Feder-Profile rasten ineinander und verhindern, dass Regen seitlich eindringt.
Zwischen den Leisten bleibt immer ein kleiner Spalt. Dieser Spalt sorgt für Hinterlüftung, damit Feuchtigkeit abziehen kann.
Unsichtbar oder sichtbar montieren?
Bei der sichtbaren Montage schrauben Sie jede Leiste direkt durch die Vorderseite. Das geht schnell, doch die Schraubenköpfe bleiben sichtbar.
Bei der unsichtbaren Montage nutzen Sie eine Clip- oder Nutleiste. Die Leisten werden von hinten oder seitlich befestigt, sodass keine Schraube die Optik stört.
Die unsichtbare Variante kostet mehr Material und etwas mehr Zeit. Dafür wirkt die Fläche ruhiger und gleichmäßiger.
Für Fassaden mit hoher Sichtwirkung lohnt die unsichtbare Befestigung. Bei Sichtschutz oder Carport reicht oft die sichtbare Montage.

Rhombusleisten montieren: so gehen Sie vor
Eine saubere Montage steht und fällt mit der Unterkonstruktion. Ohne sie halten die Leisten nicht dauerhaft.
- Bringen Sie zuerst eine Unterkonstruktion aus Dachlatten oder Aluprofilen an.
- Richten Sie die Traglatten mit der Wasserwaage in einer Flucht aus.
-
Achten Sie auf einen Abstand von etwa 40 bis 60 Zentimetern zwischen den Traglatten.
-
Schrauben oder clippen Sie die Rhombusleisten senkrecht auf die Unterkonstruktion.
- Halten Sie zwischen den Leisten einen gleichmäßigen Spalt für die Hinterlüftung.
Die Unterkonstruktion schafft eine Luftschicht zwischen Wand und Verkleidung. Diese Schicht lässt Feuchtigkeit abziehen und schützt das Holz.
Arbeiten Sie von unten nach oben. So können Sie jede Leiste an der vorherigen ausrichten und vermeiden schiefe Reihen.
Was kosten Rhombusleisten pro Quadratmeter?
Der Materialpreis hängt stark von der Holzart ab. Dazu kommen Unterkonstruktion, Befestigung und der Arbeitsaufwand.
| Posten | Preis pro m² |
|---|---|
| Lärchenleisten | 35-60 € |
| Unterkonstruktion | 8-15 € |
| Befestigung, Schrauben, Clips | 3-8 € |
| Arbeitslohn Monteur | 40-80 € |
| Gesamt selbst montiert | 46-83 € |
| Gesamt mit Fachbetrieb | 86-163 € |
Für eine Fassade von 40 Quadratmetern ergibt das Materialkosten von rund 1.800 bis 3.300 Euro. Mit Montage durch einen Betrieb rechnen Sie mit 3.400 bis 6.500 Euro.
Diese Spannen sind Richtwerte. Region, Untergrund und die gewählte Holzart verschieben den Endpreis deutlich.

Was die Kosten beeinflusst
Mehrere Faktoren bestimmen den Endpreis. Wer sie kennt, kann Angebote besser vergleichen.
- Holzart: Thermoesche und WPC kosten etwa das Doppelte von Fichte.
- Unterkonstruktion: Aluprofile sind teurer als Dachlatten, halten aber länger.
- Montageart: Unsichtbare Befestigung braucht mehr Material und Zeit.
- Untergrund: Unebene Wände verlangen mehr Ausgleichsarbeit.
- Fläche: Große Flächen senken den Preis pro Quadratmeter.
- Höhe: Arbeiten in großer Höhe benötigen Gerüst und Sicherung.
- Region: Ballungsräume haben höhere Stundensätze als ländliche Gebiete.
Ein wichtiger Punkt ist die Hinterlüftung. Wer die Unterkonstruktion zu flach wählt, riskiert Feuchtigkeit und damit frühere Reparaturen.
Wie lange halten Rhombusleisten?
Die Lebensdauer hängt von Holzart, Witterung und Pflege ab. Lärche und Douglasie halten unbehandelt oft 20 bis 30 Jahre.
Thermoholz und WPC erreichen ähnliche Werte, weil beide kaum Wasser aufnehmen. Fichte ohne Schutz hält dagegen meist nur 8 bis 12 Jahre.
Süd- und Westseiten leiden stärker unter Sonne und Regen. Dort vergraut das Holz schneller und braucht eher eine Auffrischung.
Eine regelmäßige Sichtprüfung genügt. Lockere Schrauben ziehen Sie nach, Verschmutzungen entfernen Sie mit Wasser und einer Bürste.
Wartung und Pflege
Lärche und Douglasie brauchen keinen zwingenden Anstrich. Wer die natürliche Vergrauung mag, lässt das Holz einfach arbeiten.
Wer die Farbe erhalten will, streicht alle zwei bis drei Jahre eine Holzlasur. Eine Lasur lässt das Holz atmen, ein dicker Lack kann abplatzen.
Reinigen Sie die Fläche einmal im Jahr mit Wasser und einer weichen Bürste. Ein Hochdruckreiniger ist nur mit niedrigem Druck erlaubt, sonst raut die Oberfläche auf.
Prüfen Sie nach dem Winter die Befestigung. Frost und Wind lockern Schrauben, und eine lose Leiste klappert im Sturm.
Häufige Fehler
Ein verbreiteter Fehler ist die fehlende Hinterlüftung. Ohne Luftspalt staut sich Feuchtigkeit, und das Holz beginnt von hinten zu faulen.
Ebenso häufig: zu dünne Unterkonstruktion. Sie biegt sich unter Windlast durch, und die Leisten verziehen sich.
Unterschätzt wird der Spalt zwischen den Leisten. Wer zu eng montiert, nimmt dem Holz die Bewegungsfreiheit und riskiert Risse.
Zuletzt die falsche Holzart. Fichte an der Wetterseite hält nur wenige Jahre und muss dann komplett ersetzt werden.
Frequently Asked Questions
Welche Nachteile hat eine Rhombusfassade?
Die offene Form sammelt weniger Schmutz als eine glatte Fläche, ist aber schwerer zu reinigen. Zudem kostet die Unterkonstruktion extra, und Fehler bei der Hinterlüftung führen schnell zu Feuchtigkeitsschäden.
Wie befestige ich Rhombusleisten an der Fassade?
Zuerst bringen Sie eine Unterkonstruktion aus Dachlatten oder Aluprofilen an. Darauf schrauben oder clippen Sie die Leisten senkrecht, mit gleichmäßigem Spalt für die Hinterlüftung.
Wie lange halten Rhombusleisten?
Aus Lärche oder Douglasie halten sie unbehandelt oft 20 bis 30 Jahre. Fichte ohne Schutz schafft nur 8 bis 12 Jahre, Thermoholz und WPC liegen im oberen Bereich.
Sind Rhombusleisten witterungsbeständig?
Lärche, Douglasie, Thermoesche und WPC sind witterungsbeständig. Fichte und Tanne brauchen einen Anstrich, sonst vergrauen und verrotten sie schneller.
Welches Holz eignet sich für Rhombusleisten?
Für Fassaden sind Lärche und Douglasie die erste Wahl. Wer wenig Pflege will, nimmt Thermoholz oder WPC. Fichte eignet sich nur für geschützte, überdachte Bereiche.
Was kosten Rhombusleisten pro Quadratmeter?
Lärchenleisten kosten etwa 35 bis 60 Euro pro Quadratmeter, Fichte 20 bis 35 Euro und WPC 45 bis 85 Euro. Mit Montage kommen 40 bis 80 Euro pro Quadratmeter dazu.
Von Neil Armstrong. Zuletzt aktualisiert: September 2026.
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