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Fassadenfarbe: Auswahl, Kosten, Auftragen

By Neil ArmstrongAugust 30, 20260 Views
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Fassadenfarbe kostet zwischen 15 und 45 Euro pro Liter, abhängig vom Bindemittel. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Fassadenfläche liegen die Materialkosten damit zwischen 450 und 1.400 Euro, je nach gewählter Qualität.

Wer einen Malerbetrieb beauftragt, zahlt für Material und Arbeit zusammen meist 25 bis 50 Euro pro Quadratmeter. Beim Eigenanstrich fallen nur die Materialkosten an, dafür braucht das Projekt Zeit und handwerkliches Geschick.

Table of Contents

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  • Preise nach Farbtyp im Überblick
  • Welche Farbe passt zu Ihrer Fassade?
  • Was die Gesamtkosten beeinflusst
  • Selbst streichen oder Malerbetrieb beauftragen?
  • Häufige Fehler beim Streichen
  • Werkzeug und Zubehör für den Eigenanstrich
  • Fazit
  • Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Preise nach Farbtyp im Überblick

Die folgende Tabelle zeigt reale Preisspannen für die gängigsten Fassadenfarben, Stand 2026. Günstige Baumarktfarben liegen am unteren Ende, Profiqualität von Herstellern wie Caparol oder Sto am oberen.

Farbtyp Preis pro Liter Ergiebigkeit Haltbarkeit
Dispersionsfarbe 8-20 € 6-8 m²/Liter 8-12 Jahre
Silikatfarbe 20-35 € 5-7 m²/Liter 15-20 Jahre
Silikonharzfarbe 25-45 € 6-8 m²/Liter 15-18 Jahre
Kalkfarbe 12-25 € 4-6 m²/Liter 8-10 Jahre

Silikatfarbe hält am längsten und ist besonders diffusionsoffen. Sie eignet sich gut für ältere, mineralische Fassaden, weil Feuchtigkeit ungehindert nach außen entweichen kann.

Welche Farbe passt zu Ihrer Fassade?

Silikonharzfarbe ist die vielseitigste Wahl für moderne Häuser. Sie ist wasserabweisend, aber trotzdem diffusionsoffen genug, um Feuchtigkeit entweichen zu lassen. Das macht sie zur Standardempfehlung für Wärmedämmverbundsysteme.

Dispersionsfarbe ist günstiger, aber weniger dampfdurchlässig. Auf Vollwärmeschutz-Fassaden aus den 1990er-Jahren führt das manchmal zu Blasenbildung, wenn die Farbe die Feuchtigkeitsabgabe der Dämmung blockiert.

Kalkfarbe eignet sich besonders für denkmalgeschützte Altbauten. Sie wirkt natürlich matt, ist stark diffusionsoffen und verträgt sich gut mit historischem Mauerwerk. Dafür ist sie weniger witterungsbeständig und muss häufiger erneuert werden.

Was die Gesamtkosten beeinflusst

Der Zustand der alten Fassade wirkt sich stark auf den Preis aus. Eine intakte, saubere Oberfläche braucht nur einen neuen Anstrich. Risse, abblätternde Altfarbe oder Algenbefall verlangen dagegen eine aufwendige Vorbereitung, die den Gesamtpreis leicht verdoppeln kann.

Die Fassadenhöhe beeinflusst die Gerüstkosten erheblich. Ein Gerüst für ein zweigeschossiges Haus kostet meist zwischen 800 und 1.500 Euro Miete, je nach Standzeit und Region. Bei einem eingeschossigen Bungalow entfällt dieser Posten oft komplett.

Auch die Farbwahl selbst treibt die Kosten: Dunkle Farbtöne heizen sich stärker auf, was bei Wärmedämmverbundsystemen zu Spannungsrissen führen kann. Viele Hersteller begrenzen deshalb den zulässigen Hellbezugswert auf WDVS-Fassaden auf mindestens 20 bis 30 Prozent.

Wer einen dunklen Farbton unbedingt möchte, sollte gezielt nach speziell freigegebenen Systemfarben fragen. Manche Hersteller bieten inzwischen Infrarot-reflektierende Pigmente an, die dunkle Töne auch auf Dämmfassaden erlauben, allerdings zu einem deutlichen Preisaufschlag von 15 bis 25 Prozent gegenüber Standardfarben.

Selbst streichen oder Malerbetrieb beauftragen?

Ein einfacher Neuanstrich auf intakter Fassade ist für geübte Heimwerker machbar, vor allem bei eingeschossigen Häusern ohne teures Gerüst. Rechnen Sie mit zwei bis drei vollen Wochenenden für ein durchschnittliches Einfamilienhaus.

Bei Rissen, Schimmelbefall oder alter Wärmedämmung sollten Sie einen Fachbetrieb beauftragen. Ein Malerbetrieb erkennt Untergrundprobleme, die ein Laie oft übersieht, und wählt das passende Grundierungssystem. Fehler bei der Untergrundvorbereitung führen sonst dazu, dass die neue Farbe schon nach ein bis zwei Jahren wieder abblättert.

Häufige Fehler beim Streichen

Streichen bei direkter Sonneneinstrahlung ist der häufigste Anfängerfehler. Die Farbe trocknet zu schnell an der Oberfläche, während sie darunter noch feucht bleibt. Das Ergebnis sind Risse und ungleichmäßige Deckkraft.

Zu dünner Farbauftrag ist der zweite Klassiker. Ein einzelner Anstrich reicht bei den meisten Farbtypen nicht aus. Rechnen Sie mit zwei Anstrichen, besonders bei Farbwechseln von hell auf dunkel oder umgekehrt.

Fehlende Grundierung auf saugfähigem oder kreidendem Untergrund ist ein dritter häufiger Fehler. Ohne Grundierung zieht die Fassade die Farbe ungleichmäßig ein, was zu Fleckenbildung führt, die erst nach dem vollständigen Trocknen sichtbar wird.

Werkzeug und Zubehör für den Eigenanstrich

Für den Streichrollen-Anstrich auf verputzten Fassaden reicht eine Fassadenwalze mit langem Flor, etwa 18 bis 25 Millimeter. Kurzflorige Rollen aus dem Innenbereich eignen sich nicht, weil sie die raue Putzstruktur nicht ausreichend füllen.

Ein Anstrichgerät mit Airless-Technik beschleunigt größere Flächen erheblich, kostet aber als Miete zwischen 50 und 100 Euro pro Tag. Für Häuser über 200 Quadratmeter Fassadenfläche rechnet sich die Anschaffung oder Miete meist schon nach einem einzigen Projekt.

Abkleben Sie Fenster, Türen und Dachkante sorgfältig, bevor Sie beginnen. Ein Fensterabstand von mindestens zwei Zentimetern zum Klebeband verhindert, dass Farbe unter das Band kriecht und beim Abziehen unsaubere Kanten hinterlässt.

Fazit

Silikonharzfarbe ist für die meisten modernen Fassaden die beste Wahl, Silikatfarbe für ältere mineralische Untergründe. Der größte Kostentreiber ist selten die Farbe selbst, sondern der Zustand des Untergrunds und die Notwendigkeit eines Gerüsts.

*Von unserer Bau-Redaktion geprüft. Letzte Aktualisierung: August 2026. Preise sind Richtwerte und können je nach Anbieter und Region abweichen.*

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was kostet eine Fassade streichen lassen?

Mit Material und Arbeit durch einen Malerbetrieb meist zwischen 25 und 50 Euro pro Quadratmeter, abhängig vom Zustand der alten Fassade und der Gebäudehöhe.

Welche Farbe ist die beste für Wärmedämmverbundsysteme?

Silikonharzfarbe gilt als Standardempfehlung, weil sie wasserabweisend und gleichzeitig diffusionsoffen ist.

Wie oft muss eine Fassade neu gestrichen werden?

Je nach Farbtyp und Witterung alle 8 bis 20 Jahre. Silikatfarbe hält am längsten, Kalkfarbe muss am häufigsten erneuert werden.

Kann ich meine Fassade selbst streichen?

Bei intakter Oberfläche und ohne teures Gerüst ist das machbar. Bei Rissen, Schimmel oder alter Dämmung empfehlen wir einen Fachbetrieb.

Warum blättert meine neue Fassadenfarbe schon nach kurzer Zeit ab?

Meist liegt es an fehlender Grundierung oder mangelhafter Untergrundvorbereitung vor dem Streichen.

Welche Rolle brauche ich für eine raue Putzfassade?

Eine Fassadenwalze mit langem Flor zwischen 18 und 25 Millimetern. Kurzflorige Innenrollen füllen die Putzstruktur nicht ausreichend.

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