Für eine Gartenmauer oder Böschung stehen vier Materialien zur Wahl: Betonmauersteine,
Naturstein, Klinker und Gabionen. Betonsteine sind am günstigsten und am einfachsten zu
verlegen, Naturstein hält am längsten, kostet aber deutlich mehr.
Welches Material passt, hängt von Budget, Optik und davon ab, ob Sie selbst bauen wollen
oder einen Handwerker beauftragen.
Mauersteine im Vergleich
| Material | Preis pro m² | Haltbarkeit | Eigenleistung möglich? |
|---|---|---|---|
| Betonmauersteine (Blocksteine) | 15-40 € | 30-50 Jahre | Ja, auch für Laien gut machbar |
| Klinker/Ziegel-Mauersteine | 30-70 € | 40-60+ Jahre | Bedingt, Vermauern braucht Übung |
| Naturstein (Granit, Sandstein, Basalt) | 40-120 € | 60+ Jahre | Eher schwierig, schwer und zeitaufwendig |
| Gabionen (Steinkörbe) | 50-100 € (komplett) | 40-50+ Jahre | Ja, gilt als besonders anfängerfreundlich |
Die Preise sind Richtwerte für das reine Material und schwanken je nach Region,
Steinformat und Händler. Bei Naturstein macht allein der Transport oft einen spürbaren
Unterschied im Endpreis.
Betonmauersteine: die günstige Allround-Lösung

Betonsteine, auch Blocksteine oder Winkelsteine genannt, sind das meistverkaufte Material
für Gartenmauern. Sie kommen in vielen Formaten, von kleinen Formsteinen bis zu großen
Blöcken für Stützmauern.
Der große Vorteil: Viele Systeme sind als Trockenmauersteine konzipiert. Das heißt, sie
werden ohne Mörtel gestapelt und verzahnen sich durch Nut und Feder oder Vorsprünge von
selbst. Das macht sie zur realistischsten Option für Selbermacher.
Optisch wirken Betonsteine schlichter als Naturstein. Es gibt sie aber inzwischen auch in
gesteinsähnlichen Oberflächen, die von Weitem kaum vom Original zu unterscheiden sind.
Naturstein: teurer, aber am langlebigsten

Granit, Sandstein und Basalt bringen eine Optik, die Beton nur schwer nachahmen kann. Jede
Mauer aus Naturstein ist ein Unikat, weil kein Stein exakt dem anderen gleicht.
Der Nachteil: Naturstein ist schwer, unregelmäßig geformt und braucht mehr handwerkliches
Geschick beim Verlegen. Wer keine Erfahrung mit Trockenmauerwerk hat, sollte hier eher
einen Fachbetrieb beauftragen, besonders bei tragenden Stützmauern.
Dafür hält eine gut gebaute Natursteinmauer oft länger als jedes andere Material und
verwittert kaum sichtbar.
Klinker: der klassische Look zum mittleren Preis

Klinker- und Ziegelmauersteine liegen preislich zwischen Beton und Naturstein. Sie wirken
warm und traditionell und passen gut zu Backsteinhäusern oder älteren Gärten.
Klinker wird in der Regel vermauert, also mit Mörtel verbunden, nicht trocken gestapelt.
Das braucht handwerkliches Können. Für Laien ist eine niedrige Beeteinfassung machbar,
eine höhere Mauer sollte ein Maurer übernehmen.
Gabionen: schnell gebaut und tolerant gegenüber Bewegung

Gabionen sind Drahtkörbe, die mit Bruchstein oder Kies befüllt werden. Sie gehören zu den
am schnellsten aufgebauten Optionen und verzeihen kleinere Unebenheiten im Untergrund
besser als starre Mauersysteme.
Weil das Füllmaterial lose liegt, kann sich eine Gabionenwand leicht setzen, ohne dass
Risse entstehen. Das macht sie besonders praktisch auf Grundstücken mit leicht
schwankendem oder nachgebendem Baugrund.
Der Gesamtpreis inklusive Drahtkorb und Füllmaterial liegt meist bei 50 bis 100 Euro pro
Quadratmeter, je nach Steinart und Korbgröße.
Worauf beim Bauen achten

Fundament nicht überspringen. Auch eine niedrige Trockenmauer braucht eine
verdichtete Frostschutzschicht aus Schotter oder Kies als Unterbau. Ohne diese Schicht
drückt Frost den Boden im Winter hoch und die Mauer verschiebt sich mit der Zeit.
Drainage einplanen. Hinter jeder Stützmauer sollte eine Drainageschicht aus Kies
liegen, damit sich kein Wasser staut. Staunässe hinter der Mauer erhöht den Druck auf das
Bauwerk erheblich und ist eine häufige Ursache für spätere Risse.
Höhe im Blick behalten. Mauern bis etwa Kniehöhe lassen sich meist gefahrlos in
Eigenregie bauen. Ab einer gewissen Höhe braucht eine Stützmauer eine echte statische
Berechnung.
Je nach Bundesland und Gemeinde kann ab einer bestimmten Höhe sogar eine Baugenehmigung
nötig sein. Fragen Sie im Zweifel vorher beim örtlichen Bauamt nach, bevor Sie loslegen.
Material zur Bodenart passen. Auf lehmigem, wasserstauendem Boden ist eine
funktionierende Drainage noch wichtiger als auf sandigem, durchlässigem Untergrund.
Fugen und Anschlüsse beachten. Bei vermauertem Klinker sollten die Fugen frostfest
verfugt werden. Sonst dringt im Winter Feuchtigkeit ein und sprengt das Mauerwerk über die
Jahre auf. Bei Gabionen lohnt sich ein engmaschigeres Gitter im unteren Bereich, damit
kleinere Füllsteine nicht nachträglich herausrutschen.
Bau-Ablauf in Kürze
-
Fläche ausheben und verdichteten Schotter als Frostschutzschicht einbringen.
-
Erste Steinreihe exakt waagerecht ausrichten, das entscheidet über die ganze Mauer.
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Drainagekies hinter der Mauer einbauen, während Sie Reihe für Reihe hocharbeiten.
-
Bei Trockenmauersystemen die Steine gemäß Verzahnung stapeln, bei Klinker vermauern.
-
Obere Abschlussreihe setzen, oft mit Deckplatten in leichtem Gefälle nach hinten. Ein
Fachbetrieb prüft bei höheren Mauern zusätzlich die Standsicherheit, bevor die Mauer
endgültig verfüllt wird.
Häufig gestellte Fragen
Welche Mauersteine eignen sich für den Garten?
Für die meisten Gärten sind Betonmauersteine die praktischste Wahl, weil sie günstig sind
und sich oft ohne Mörtel stapeln lassen. Wer Wert auf eine natürliche Optik legt, greift
zu Naturstein, wer schnell bauen will, zu Gabionen.
Was kosten Mauersteine für eine Gartenmauer?
Rechnen Sie mit 15 bis 40 Euro pro Quadratmeter für einfache Betonsteine, 30 bis 70 Euro
für Klinker und 40 bis 120 Euro für Naturstein. Gabionen liegen komplett mit Füllmaterial
meist bei 50 bis 100 Euro.
Wie baut man eine Gartenmauer aus Mauersteinen?
Nach einer verdichteten Frostschutzschicht als Fundament wird Reihe für Reihe aufgebaut,
mit einer Drainageschicht aus Kies hinter der Mauer. Trockenmauersysteme verzahnen sich
beim Stapeln von selbst, Klinker wird meist vermauert.
Welche Alternativen gibt es zu klassischen Mauersteinen?
Gabionen sind eine beliebte Alternative, weil sie schnell aufgebaut sind und kleinere
Bodenbewegungen gut verkraften. Auch Holzschwellen oder Palisaden kommen bei niedrigen
Beeteinfassungen infrage, halten aber meist nicht so lange wie Stein.
Braucht eine Gartenmauer immer eine Baugenehmigung?
Nicht immer, das hängt von der Höhe und den Regelungen Ihres Bundeslandes oder Ihrer
Gemeinde ab. Bei höheren Stützmauern lohnt sich eine kurze Nachfrage beim Bauamt, bevor
Sie mit dem Bau beginnen.
Von unserer Bau-Redaktion, mit praktischer Erfahrung in Garten- und Landschaftsbau.
Zuletzt aktualisiert: September 2026.
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