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Home»Garten & Outdoor»Regentonne kaufen: Der komplette Ratgeber
Garten & Outdoor

Regentonne kaufen: Der komplette Ratgeber

By Neil ArmstrongAugust 28, 2026Updated:September 12, 20261 Views
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Eine Regentonne sammelt Regenwasser vom Dach und spart damit Trinkwasser beim Gießen. Sie
schont zusätzlich den Geldbeutel, denn Leitungswasser kostet über die Gartensaison spürbar
Geld.

Beim Kauf zählen vor allem drei Dinge: die richtige Größe, ein stabiles Material und der
passende Standort am Fallrohr.

regentonne fallrohr wasserhahn

Table of Contents

Toggle
  • Fragen und Antworten vor dem Kauf
    • Welche Größe brauche ich?
    • Welches Material ist am besten?
    • Wo sollte die Regentonne stehen?
    • Wie entnehme ich das Wasser?
    • Ist eine Regentonne winterfest?
    • Brauche ich einen Überlaufschutz?
    • Regentonne oder Zisterne?
  • Aufstellen: Schritt für Schritt
  • Regenwasser sinnvoll nutzen
  • Preisvergleich nach Größe und Material
  • Vorteile von gesammeltem Regenwasser
  • Fazit
  • Frequently Asked Questions

Fragen und Antworten vor dem Kauf

Welche Größe brauche ich?

Die Größe richtet sich nach Gartenfläche und Pflanzenmenge. Für ein paar Kübelpflanzen auf
der Terrasse reichen 30 bis 50 Liter.

Für einen kompletten Gemüsegarten oder viele Beete lohnt sich eine größere Tonne mit 200
bis 300 Litern. Bei sehr großen Gärten kombinieren viele Gärtner mehrere Tonnen oder setzen
gleich auf eine unterirdische Zisterne.

Welches Material ist am besten?

Kunststofftonnen aus Polyethylen sind leicht, günstig und rosten nicht. Sie halten viele
Jahre, solange sie vor direkter Sonne etwas geschützt stehen, da UV-Strahlung das Material
mit der Zeit spröde macht.

Tonnen aus verzinktem Metall wirken hochwertiger, sind aber schwerer und teurer. Achten Sie
auf gute Verzinkung, sonst rostet das Material nach einigen Jahren im Freien.

Gebrauchte Fässer, etwa alte Öl- oder Chemiefässer, eignen sich nicht für Regenwasser.
Rückstände im Material können ins Wasser übergehen und Ihre Pflanzen schädigen.

regentonne groessen vergleich

Wo sollte die Regentonne stehen?

Der beste Platz ist direkt am Fallrohr der Dachrinne, wo das meiste Regenwasser
zusammenläuft. Ein Fallrohradapter oder Regensammler leitet das Wasser gezielt in die Tonne.

Achten Sie auf einen ebenen, stabilen Untergrund. Eine volle 200-Liter-Tonne wiegt schnell
über 200 Kilogramm – bei unebenem Boden kann sie kippen.

Wie entnehme ich das Wasser?

Geschlossene Tonnen mit Deckel sind praktischer als offene Fässer. Ein Wasserhahn unten am
Fass ermöglicht bequemes Befüllen der Gießkanne, ohne schöpfen zu müssen.

Manche Modelle haben zusätzlich einen höher angebrachten Hahn für den Schlauchanschluss.
So können Sie wählen, ob Sie die Gießkanne füllen oder direkt mit Schlauch gießen.

Ist eine Regentonne winterfest?

Kunststofftonnen vertragen leichten Frost meist ohne Schaden, solange sie nicht randvoll
sind – Eis braucht Platz zum Ausdehnen. Bei strengem Frost über mehrere Tage sollten Sie
die Tonne trotzdem leeren.

Gefrorenes Wasser dehnt sich aus und kann selbst robuste Kunststofftonnen sprengen oder
Risse verursachen. Leeren Sie die Tonne deshalb spätestens vor dem ersten stärkeren Frost im
Spätherbst.

Brauche ich einen Überlaufschutz?

Bei starkem Regen läuft eine volle Tonne schnell über. Ein Überlaufschutz leitet
überschüssiges Wasser kontrolliert ab, statt es unkontrolliert an der Tonne herunterlaufen
zu lassen.

Manche Modelle verbinden den Überlauf direkt mit einer zweiten Tonne. So füllt sich die
erste Tonne, bevor überschüssiges Wasser automatisch in die nächste läuft – praktisch, wenn
Sie mehrere Tonnen kombinieren wollen.

Regentonne oder Zisterne?

Für die meisten Hausgärten reicht eine oberirdische Regentonne völlig aus. Eine
unterirdische Zisterne lohnt sich erst bei sehr großen Gärten oder wenn Sie Regenwasser
auch für die Toilettenspülung oder Waschmaschine nutzen wollen.

Zisternen kosten deutlich mehr in der Anschaffung und brauchen Erdarbeiten beim Einbau.
Dafür bieten sie ein Vielfaches an Speichervolumen und sind komplett unsichtbar im Garten.

Aufstellen: Schritt für Schritt

Zuerst brauchen Sie einen ebenen, tragfähigen Untergrund. Betonplatten oder ein
verdichtetes Kiesbett eignen sich am besten, damit die Tonne bei vollem Gewicht nicht
einsinkt. Ein leicht erhöhter Sockel erleichtert außerdem später das Anzapfen mit
Gießkanne oder Schlauch, weil mehr Platz unter dem Hahn bleibt.

Setzen Sie die Tonne so nah wie möglich ans Fallrohr. Je kürzer der Weg vom Dach zur Tonne,
desto weniger Wasser geht durch Verdunstung oder Umwege verloren.

Montieren Sie den Fallrohradapter gemäß Anleitung, meist mit einer einfachen
Bohrschablone. Die meisten Adapter lassen sich im Sommer auf Regentonnenbetrieb und im
Winter auf normalen Abfluss umstellen, ohne das ganze Fallrohr zu demontieren.

Regenwasser sinnvoll nutzen

Über den Wasserhahn an der Tonne befüllen Sie am einfachsten die Gießkanne. Für größere
Flächen lohnt sich eine kleine Gartenpumpe, die das Wasser direkt zum Schlauch fördert –
so sparen Sie sich das mühsame Schleppen voller Gießkannen.

Manche Gärtner verbinden mehrere Tonnen über Schläuche zu einer Kaskade. Läuft die erste
Tonne über, fließt das Wasser automatisch in die nächste. Bei geschickter Anordnung am
Hanggrundstück reicht dafür sogar das natürliche Gefälle, ganz ohne Pumpe.

regentonne kaskade ueberlauf

Preisvergleich nach Größe und Material

Typ Fassungsvermögen Preis
Kunststoff, klein 30-50 Liter 20-40 €
Kunststoff, mittel 100-150 Liter 40-80 €
Kunststoff, groß 200-300 Liter 80-150 €
Verzinktes Metall 100-200 Liter 100-250 €
Dekorative Amphore/Fass-Optik 150-250 Liter 100-300 €

Zubehör wie Fallrohradapter, Überlaufschutz und Wasserhahn kostet meist zwischen 10 und 30
Euro extra und lohnt sich fast immer.

Vorteile von gesammeltem Regenwasser

Regenwasser ist kalkfrei, im Gegensatz zu den meisten Leitungswassern in Deutschland.
Kalkempfindliche Pflanzen wie Hortensien oder Rhododendren danken es Ihnen mit kräftigerem
Wachstum.

Regenwasser hat außerdem Umgebungstemperatur, während Leitungswasser aus dem Hahn oft
kälter ist. Zu kaltes Gießwasser kann empfindlichen Pflanzenwurzeln zusetzen, besonders bei
Kübelpflanzen.

Und nicht zuletzt: Bei längeren Trockenperioden verhängen manche Kommunen ein
Gartenbewässerungsverbot für Leitungswasser. Gesammeltes Regenwasser dürfen Sie davon
unabhängig nutzen.

Fazit

Für die meisten Gärten ist eine Kunststofftonne mit 150 bis 200 Litern die beste Wahl aus
Preis, Gewicht und Haltbarkeit. Wer Wert auf Optik legt, greift zur Fass- oder
Amphoren-Variante – zahlt dafür aber deutlich mehr für dieselbe Funktion.

Frequently Asked Questions

Welche Größe Regentonne brauche ich für meinen Garten?
Für einzelne Kübelpflanzen reichen 30 bis 50 Liter. Für einen kompletten Garten mit mehreren
Beeten sind 200 Liter oder mehr sinnvoll.

Muss eine Regentonne abgedeckt sein?
Ja, ein Deckel verhindert, dass Mücken im stehenden Wasser Eier ablegen, und schützt
zusätzlich Kinder und Kleintiere vor dem Hineinfallen.

Wie oft sollte ich die Regentonne reinigen?
Einmal jährlich, idealerweise im Frühjahr vor der neuen Gartensaison. Laub und Ablagerungen
am Boden können sonst zu Algenbildung und unangenehmem Geruch führen.

Kann ich Regenwasser für alle Pflanzen verwenden?
Für die meisten Garten- und Kübelpflanzen ja. Bei Zimmerpflanzen aus stark verschmutzten
städtischen Lagen filtern manche Gärtner das Wasser vorsorglich, das ist aber die Ausnahme.
Für Aussaaten und Jungpflanzen eignet sich Regenwasser besonders gut, weil es weder Chlor
noch Kalk enthält.

Wie lange hält eine Regentonne?
Gute Kunststofftonnen halten bei richtiger Pflege 15 bis 20 Jahre. Verzinktes Metall hält
oft ähnlich lange, wenn die Beschichtung intakt bleibt.

Kann ich eine Regentonne auf dem Balkon aufstellen?
Ja, mit einer kleinen 30- bis 50-Liter-Tonne funktioniert das gut, solange die
Balkonstatik das zusätzliche Gewicht trägt. Prüfen Sie bei Zweifeln die maximale
Traglast Ihres Balkons, bevor Sie eine volle Tonne dort dauerhaft aufstellen.

Von Neil Armstrong. Zuletzt aktualisiert: September 2026.

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Bewässerungsanlage für den Garten
Verbraucherzentrale – Regenwassernutzung im Garten

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