Ein WPC Zaun besteht aus Holzfasern und Kunststoff, gepresst zu stabilen Paneelen oder
Lamellen. Die Mischung macht ihn witterungsfest, formstabil und optisch nah am Holz.
Viele Gartenbesitzer schätzen, dass der Zaun auch nach Jahren kaum Pflege braucht. Anders als
reines Holz muss er nicht gestrichen oder geölt werden.
Zum Einsatz kommt er als Sichtschutz an der Terrasse, als Grundstücksgrenze oder als
Abgrenzung zum Nachbargrundstück. Dieser Ratgeber erklärt, worauf Sie beim WPC Zaun kaufen
achten, was der WPC Zaun Preis pro Meter beträgt und wie die Pflege im Alltag aussieht.
Fragen und Antworten vor dem Kauf
Welches Material ist das richtige für meinen Garten?
WPC ist ein Verbundwerkstoff aus etwa 60 bis 70 Prozent Holzfasern und einem Kunststoffanteil,
meist Polyethylen. Dieses Verhältnis bestimmt Härte, Farbe und Witterungsbeständigkeit.
Für Sichtschutz an der Terrasse reicht eine dünne Lamelle. An der Grundstücksgrenze sollte das
Material dicker sein, damit der Zaun Wind standhält.
Achten Sie auf den Holzanteil: Ein hoher Anteil wirkt natürlicher, ein hoher Kunststoffanteil
bleibt länger fleckenfrei. Beide Varianten haben ihre Berechtigung, je nach Standort.
Welche Höhe und welcher Abstand sind sinnvoll?
Für Sichtschutz sind 150 bis 180 Zentimeter üblich. Ein niedriger Zaun von 90 bis 120
Zentimetern genügt als Gartenabgrenzung, ohne den Nachbarn zu verdecken.
Pfosten setzen Sie alle 2 bis 2,5 Meter. Bei hohen Zäunen oder windigem Standort raten
Fachleute zu engeren Abständen von etwa 2 Metern.
Die Lamellen selbst haben meist kleine Fugen von 2 bis 10 Millimetern. Diese Fugen lassen
Luft durch, verhindern Staunässe und sehen zugleich geschlossen aus.

Worauf muss ich beim Kauf achten?
Prüfen Sie zuerst die Wandstärke der Paneele. Dünne Profile unter 15 Millimetern verformen sich
schneller unter Hitze und Windlast.
Achten Sie außerdem auf die Verbindungstechnik: Nut-und-Feder-Systeme rasten sauber ein und
verhindern sichtbare Spalten. Billige Stecksysteme wackeln oft schon nach einem Jahr.
Ein weiterer Punkt ist die Farbechtheit. Fragen Sie nach der UV-Beständigkeit, denn intensive
Farben bleichen ohne geeigneten Schutz schneller aus.
Kontrollieren Sie zuletzt die Zertifikate. Gute Hersteller weisen Schadstofffreiheit und
Recyclingfähigkeit aus, was bei Gartenmöbeln und Zäunen immer wichtiger wird.
Was kostet ein WPC Zaun?
Der Materialpreis liegt je nach Qualität bei etwa 15 bis 45 Euro pro Quadratmeter. Einfache
Paneele starten niedriger, hochwertige Systeme mit Zubehör liegen höher.
Für einen fertig installierten Zaun rechnen Sie mit rund 40 bis 120 Euro pro laufendem Meter.
Darin stecken Paneele, Pfosten, Pfostenträger und der Arbeitsaufwand.
Diese Spannen sind Richtwerte. Region, Händler und Zaunhöhe verschieben den Endpreis deutlich,
deshalb lohnt ein Vergleich von mindestens zwei Angeboten.
Welche Alternativen gibt es?
Holz bleibt die klassische Alternative. Ein Lärchezaun wirkt wärmer, braucht aber alle paar
Jahre eine Lasur und vergraut mit der Zeit.
Metallzäune aus Aluminium oder Stahl sind sehr langlebig und modern. Sie kosten meist mehr als
WPC und wirken in naturnahen Gärten oft kühler.
Ein Sichtschutz aus Glas oder Kunststoff ist eine weitere Option, vor allem auf kleinen
Terrassen. Wer natürliche Optik mit wenig Pflege verbinden will, bleibt beim WPC Zaun.
Wo kaufen: Baumarkt, Fachhändler oder online?
Baumärkte führen meist Standardhöhen und gängige Farben. Das ist praktisch, weil Sie Paneele
direkt mitnehmen können, doch die Auswahl an Sonderlängen bleibt begrenzt.
Ein Zaunfachhändler berät zu Wandstärke, Verbindungssystem und Windlast. Für hohe Sichtschutz-
zäune oder Grundstücke am Hang lohnt diese Beratung meist.
Online-Händler bieten die größte Auswahl und liefern per Spedition bis an die Grundstücksgrenze.
Rechnen Sie bei sperrigen Paneelen aber mit spürbaren Versandkosten.
Bestellen Sie bei größeren Projekten früh. Im Frühjahr sind viele Systeme ausverkauft, und
Sonderfarben haben oft mehrere Wochen Lieferzeit.
Preisvergleich nach Zaunart
| Zaunart | Preis pro laufendem Meter (installiert) | Pflegeaufwand | Lebensdauer |
|---|---|---|---|
| WPC | 40-120 € | gering | 15-25 Jahre |
| Lärche | 50-130 € | mittel | 15-20 Jahre |
| Fichte, imprägniert | 35-90 € | hoch | 8-12 Jahre |
| Aluminium | 80-200 € | sehr gering | 25-30 Jahre |
Die Tabelle zeigt Durchschnittswerte. Ein WPC Zaun Preis hängt stark von Höhe, Design und
Montageart ab. Selbstaufbau senkt die Kosten um den Arbeitsanteil.
Aufbau und Verlegung
WPC-Zäune kommen meist als Steck- oder Schraubsystem. Zuerst setzen Sie die Pfosten in
Betonfundamente oder Pfostenträger, danach richten Sie sie mit der Wasserwaage aus.
Für den reinen Aufbau brauchen Sie keinen Mörtel, wenn Sie Pfostenträger zum Einbetonieren
verwenden. Das spart Zeit und hält den Zaun trotzdem stabil.
Anschließend schieben oder schrauben Sie die Paneele zwischen die Pfosten. Achten Sie auf
Dehnungsfugen, denn WPC arbeitet bei Temperaturschwankungen leicht.
Ein 10 Meter langer Zaun ist mit zwei Personen an einem Wochenende aufgebaut, sofern der Boden
nicht zu steinig ist. Für Fundamentarbeiten planen Sie zusätzlich einen Tag ein.

WPC Zaun Pflege im Jahresverlauf
Die Pflege ist einer der größten Vorteile. Streichen oder ölen müssen Sie nicht, und auch
Imprägnieren entfällt.
Im Frühjahr reicht ein Kontrollgang. Prüfen Sie, ob Pfosten gewandert sind und ob sich
Lamellen gelöst haben.
Schmutz entfernen Sie mit Wasser und einer weichen Bürste. Hochdruckreiniger nur mit
niedrigem Druck nutzen, sonst raut die Oberfläche auf.
Bei hartnäckigen Flecken helfen milde Seife und ein Schwamm. Aggressive Reiniger greifen die
Kunststoffanteile an und sollten tabu sein.
Häufige Fehler beim Kauf
Ein verbreiteter Fehler ist, nur auf den Quadratmeterpreis zu schauen. Günstige Paneele haben
dünne Wände und verformen sich nach einem heißen Sommer.
Ebenso häufig: Pfosten aus ungeeignetem Material. Verzinkte Stahlpfosten halten länger als
billige Aluminiumprofile mit dünner Wandstärke.
Unterschätzt wird auch die Farbe. Dunkle Zäune heizen sich stärker auf, was die Ausdehnung
vergrößert und die Fugen sichtbarer macht.
Planen Sie zuletzt die Lieferung ein. Sperrige Paneele kommen per Spedition, und Sonderlängen
sind oft Bestellware mit mehreren Wochen Vorlauf.
Fazit
Ein WPC Zaun kostet in der Anschaffung mehr als ein imprägniertes Holzmodell. Dafür spart er
über die Jahre viel Pflege und bleibt formstabil.
Wer Wert auf natürliche Optik mit wenig Aufwand legt, trifft mit dem Verbundwerkstoff eine
gute Wahl. Vergleichen Sie vor dem WPC Zaun kaufen mehrere Angebote und prüfen Sie Wandstärke,
Verbindungstechnik und Farbechtheit.
Frequently Asked Questions
Was kostet ein WPC Zaun?
Material kostet etwa 15 bis 45 Euro pro Quadratmeter. Fertig installiert liegt der Preis bei
rund 40 bis 120 Euro pro laufendem Meter, je nach Höhe und Region.
Wie pflegt man einen WPC Zaun richtig?
Wasser und eine weiche Bürste genügen. Verzichten Sie auf aggressive Reiniger und nutzen Sie
den Hochdruckreiniger nur mit niedrigem Druck.
Wie baut man einen WPC Zaun richtig auf?
Pfosten in Beton oder Pfostenträger setzen, mit der Wasserwaage ausrichten und die Paneele
einschieben. Dehnungsfugen wegen Temperaturschwankungen einplanen.
Welche Alternativen gibt es zu einem WPC Zaun?
Lärche und Fichte wirken natürlicher, brauchen aber mehr Pflege. Aluminium und Stahl sind
langlebiger, kosten jedoch meist mehr.
Worauf muss ich beim Kauf achten?
Achten Sie auf Wandstärke, Nut-und-Feder-Verbindung, UV-Beständigkeit und Schadstoffzertifikate.
Dünne, billige Profile verformen sich schnell.
Von Neil Armstrong. Zuletzt aktualisiert: September 2026.
Staketenzaun kaufen: Worauf achten?
Sichtschutz im Garten – Ideen und Materialien
Verbraucherzentrale – Grenzbebauung und Nachbarrecht
